Santiago de Compostela

Weiter nach Norden: Santiago de Compostela

Auf dem Weg nach Norden darf eine Abstecher nach Santiago des Compostela nicht fehlen. Unbedingt wollen wir das Ziel aller Jakobswegpilger sehen. Deswegen zuerst eine Erklärung zur Entstehung des Jakobsweges.

Der Jakobsweg, auch Camino de Santiago genannt, ist eine der bekanntesten Pilgerstrecken der Welt und führt zum Grab des Apostels Jakobus im spanischen Santiago de Compostela. Seine Geschichte reicht über tausend Jahre zurück und hat sich im Laufe der Zeit stark weiterentwickelt.

Der Ursprung liegt Im 9. Jahrhundert; die Entstehung wird auf das Jahr 814 n. Chr. datiert, als das Grab des heiligen Jakobus in Galicien (Nordwestspanien) entdeckt wurde. Der Legende nach war Jakobus einer der Apostel Jesu, der das Christentum nach Spanien brachte und später in Jerusalem enthauptet wurde. Seine Gebeine sollen dann auf wundersame Weise nach Spanien gebracht worden sein. Im 11.-13. Jahrhundert erlebte im Mittelalter eine große Blütezeit und entwickelte sich zu einem der drei wichtigsten christlichen Pilgerziele, neben Rom und Jerusalem. Pilger aus ganz Europa machten sich auf den Weg, um ihre Sünden zu büßen, Dank zu zeigen oder um Heilung zu bitten. Zahlreiche Pilgerwege führten aus verschiedenen Regionen Europas nach Santiago de Compostela, und entlang der Routen entstanden viele Kirchen, Hospize und Brücken.

Später im 14.-16. Jahrhundert ging die Zahl der Pilger durch Kriege, Seuchen (wie die Pest) und die Reformation stark zurück und geriet im 17.-19. Jahrhundert zunehmend in Vergessenheit, erlebte jedoch ein Comeback, als in den 1980er Jahren vor allem der Spanier Elías Valiña und andere Enthusiasten begannen, den Weg neu zu markieren und zu bewerben. 1993 wurde er dann offiziell als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt, was zu einem starken Anstieg der Pilgerzahlen führte.

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Heute ist der Jakobsweg ein spiritueller und kultureller Pilgerweg, nicht nur für Christen, sondern auch für Menschen aller Glaubensrichtungen und Hintergründe attraktiv. Viele Menschen sehen den Weg als eine spirituelle Reise, eine Möglichkeit zur Selbstfindung oder als sportliche Herausforderung.

Ziel aller Pilger: Die Kathedrale vom Santiago de Compostela, die Grabeskirche des Heiligen Jakobus.

Aufgrund des Wetters haben wir nur zu Fuß die Innenstadt besucht. Auf dem Vorplatz waren nur wenige Pilger zu sehen, aber viele Touristen die Stadt und die Grabeskirche besuchten.

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