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Darmstadt

Letzter Stop auf dem Weg: Darmstadt

Der letzte Stop auf dem Weg nach Menden erfolgt in Darmstadt, bei unseren Freunden aus der Studienzeit. Immer wieder gerne besuchen wir meine Studentenstadt, um unsere Freunde zu besuchen und einen Stadtbummel oder eine Fahrradtour im Umfeld der Stadt zu unternehmen. Diesmal überraschen sie uns mit einer Fahrradtour nach Bensheim am Samstag und einem Kürbisfest am Sonntag. Aber auch ein Stadtbummel am Sonntagmorgen durfte nicht fehlen.

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Metz

Metz, eine Stadt mit Historie

Nach dem wir Orleans verlassen haben, fahren wir durch eine sehr ländliche Region, geprägt durch Getreide, Kartoffeln und Zuckerrübenfeldern und stoppen auf dem Weg in die Heimat nach 455 km in Metz.

Metz ist eine Stadt im Nordosten Frankreichs, in der Region Grand Est, die vor allem für ihre reiche Geschichte, beeindruckende Architektur und kulturelle Bedeutung bekannt ist. Metz wurde von den Römern gegründet und war als “Divodurum” bekannt. Viele Überreste aus dieser Zeit sind noch erhalten, darunter Thermen und Aquädukte. Metz hat eine bewegte Geschichte und wechselte mehrmals zwischen Deutschland und Frankreich. Dies spiegelt sich auch in der Architektur und Kultur der Stadt wider und bietet einige Sehenswürdigkeiten, die wir besichtigt haben. …und natürlich haben wir einen Altstadtbummel unternommen.

Die Kathedrale Saint-Étienne de Metz, ist eine der eindrucksvollsten gotischen Kathedralen Frankreichs und berühmt für ihre beeindruckenden Glasfenster.

  1. Die Meisterwerk der gotischen Architektur. Mit einer Innenhöhe von 42 Metern gehört sie zu den höchsten gotischen Kathedralen in Europa und bietet ein beeindruckendes Raumgefühl. Ihr Bau begann im 13. Jahrhundert und dauerte mehrere Jahrhunderte.
  2. Glasfenster und Licht: Metz wird oft als die “Laterne Gottes” bezeichnet, weil die Kathedrale über 6.500 m² Buntglasfenster besitzt. Diese stammen aus verschiedenen Epochen, vom Mittelalter bis ins 20; u.a. Von Marc Chargall.

Jardin de l’Esplanade: Dieser wunderschöne Park bietet eine ruhige Umgebung mitten in der Stadt.

Die Schwalbennestorgel befindet sich auf der nördlichen Seite des Kirchenschiffs. Die Orgel wurde ursprünglich 1537 vom Orgelbauer Pierre Schyven errichtet. Sie wurde im Laufe der Zeit mehrfach restauriert und modernisiert. Zu den großen Restaurierungen gehört eine Maßnahme im 19. Jahrhundert sowie eine umfassende Renovierung im 20. Jahrhundert.

  • Die Orgel ist nicht nur wegen ihrer außergewöhnlichen Positionierung von architektonischem Interesse, sondern auch wegen ihres Klangs. Die Positionierung in großer Höhe sorgt für eine besondere Akustik, die den Klang im Raum verteilt und ihm eine einzigartige Qualität verleiht.
  • Orgelprospekt, (die sichtbare Front der Orgel) ist kunstvoll gestaltet und passt sich harmonisch in das gotische Gesamtbild der Kathedrale ein. Er zeigt eine Mischung aus spätgotischen und Renaissance-Stilelementen.

Metz liegt an der Mosel, was der Stadt eine malerische Flusslandschaft und viele Freizeitmöglichkeiten bietet.

  1. Der Port des Allemands in Metz ist ein historisches Stadttor und eine der wichtigsten mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt (“Tor der Deutschen), war Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Metz. Er wurde zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert errichtet und diente als Verteidigungstor an der Mosel. Das Bauwerk besteht aus zwei massiven Türmen und einer Brücke, die ursprünglich dazu diente, den Flussübergang zu sichern und die Stadt vor Invasionen zu schützen.

2. Architektonische Bedeutung: Der Port des Allemands kombiniert gotische und militärische Architektur. Die beiden zylindrischen Türme, das massive Torhaus und die darüberliegenden Wehrgänge sind gut erhaltene Beispiele mittelalterlicher Befestigungstechnik. Die Zinnen und Schießscharten zeigen deutlich die militärische Funktion des Tors in der Verteidigung der Stadt.

3. Symbolische Bedeutung und Nutzung: Im Laufe der Geschichte wurde das Tor mehrmals renoviert und spielte eine bedeutende Rolle in den Konflikten zwischen Frankreich und Deutschland. Heute ist der Port des Allemands ein Symbol für das Erbe und die historische Verteidigungsrolle von Metz. Er kann besichtigt werden und wird gelegentlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt, was seine Bedeutung als historisches Monument der Stadt unterstreicht.

… und das Wetter spielt auch mit; nach dem Stadtbummel ein Sonnenbad zum Kaffeetrinken an der Mosel.

Campingplatz: Municipal de Metz: sehr gute Lage, nur 600 m von der Innenstadt, sehr freundliches Personal und sehr gute Sanitäranlagen

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Orleans

Auf den Spuren von Jeanne d’Arc – ein Stopp in Orleans

Auf unserer Rückreise stoppen wir in Frankreich nur an drei Orten. Nach Arcachon nun in Orleans. Nach ca. 500 km erreichen wir unseren Campingplatz in Orleans, direkt an der Loire gelegen, um der Stadt der Heldin Jeanne D’Arc einen Besuch abzustatten. Das Wetter ist phantastisch und wir fahren mit dem Fahrrad in die Innenstadt und sehen auf dem zentralen Platz die große Statue der Heldin der Stadt im Sonnenlicht.

Jeanne d’Arc (Johanna von Orléans) war eine französische Nationalheldin und militärische Anführerin im Hundertjährigen Krieg. Sie ist eng mit der Stadt Orléans verbunden, da sie eine entscheidende Rolle bei der Befreiung von Orléans im Jahr 1429 spielte, was ein Wendepunkt im Krieg zwischen Frankreich und England war.

Johanna von Orléans, die durch Visionen und ein starkes Gefühl göttlicher Führung inspiriert wurde, führte die französischen Truppen zu mehreren wichtigen Siegen. Ihre Aktionen trugen maßgeblich zur Krönung von Karl VII. als König von Frankreich bei. Sie wurde später gefangen genommen, wegen Ketzerei verurteilt und 1431 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. 1920 wurde sie von der katholischen Kirche heiliggesprochen.

Dementsprechend hat man sie auch in der königlichen Kathedrale Sainte-Croix (eine der 5 größten in Frankreich), durch eine Statue als auch durch eigene Fensterbilder gewürdigt.

Durch ihre Größe und dem Erscheinungsbild am Ende einer Prachtstraße prägt die Kathedrale entscheidend das Stadtbild

Aber die Stadt bietet auch noch weitere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das nebenstehende Hotel (ehemals das Rathaus der Stadt), mit einer sehenswerten Herbstdekoration zum Erntedank vor der Tür.

… oder einer alten Raddampfer auf der Loire an der Promenade im Sonnenuntergang

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Arcachon

Zwischenstopp in Arcachon

Nun geht nach Hause; in 5 Tagen wollen wir in Darmstadt sein, um eine alte Bekannte zu besuchen und am nächsten Sonntag, 27.10, nach 6 Wochen, wieder Zuhause sein. Nach ca. 330 km legen wir in Arcachon einen Übernachtungsstopp ein, der Ort in der Nähe der weißen Düne, die wir haben aufgrund Zeitmangel nicht besuchen.

Angekommen gegen ca. 14 Uhr, fahren wir nach dem Mittagessen mit dem Fahrrad in den Ort und genießen bei einem schönen Kaffee das sonnige Wetter am Meer.

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Guggenheim – Museum

Guggenheim – Museum Bilbao

Wir erreichen Bilbao nach ca. 6 Stunden und bekommen auf dem nur 3,1 km von der Innenstadt entfernten Stellplatz einen Sahneplatz mit Blick über die Stadt – ein Glücksfall, zumal es ist 2. letzte Platz für heute und uns liegt die Stadt zu Füßen. Rechts ein Nachtbild, das in der Mitte das Stadion des Bilbaoer Fußballclubs zeigt, der gerade heute gegen FC Barcelona spielen muss.

Ziel unseres Besuches ist aber in erster Linie das Guggenheim – Museum, das in 1995 eröffnet wurde. Nach einer kurzen Pause fahren wir mit dem Fahrrad in die Innenstadt, in der neben dem Fußballspiel gerade noch die Vorbereitungen für den Stadt – Nachtmarathon laufen, der ein u.a. rund um das Guggenheim – Museum stattfindet.

Das Guggenheim-Museum in Bilbao ist ein bedeutendes Kunstmuseum im Norden Spaniens, das sich auf moderne und zeitgenössische Kunst spezialisiert hat. Es ist ein Meilenstein der Architektur und hat eine wichtige Rolle bei der wirtschaftlichen und kulturellen Erneuerung Bilbaos gespielt.

In den späten 1980er Jahren befand sich Bilbao, eine Stadt in der baskischen Region Spaniens, in einer wirtschaftlichen Krise. Die traditionellen Industrien wie Stahl- und Schiffbau verloren an Bedeutung, und es gab einen dringenden Bedarf, die Stadt wirtschaftlich und kulturell wiederzubeleben. 1992 begannen deshalb die Regionalregierung des Baskenlandes und die Solomon R. Guggenheim Foundation in New York Gespräche über den Bau eines Museums in Bilbao. Das Ziel war es, Bilbao als kulturelles Zentrum zu etablieren und den Tourismus anzukurbeln. Der Bau des Guggenheim-Museums begann in 1993, nachdem der amerikanische Architekt Frank Gehry den Zuschlag für das Design erhalten hatte. Gehrys Entwurf zeichnete sich durch seine innovative Architektur aus, die geschwungene Formen und eine Fassade aus Titan, Glas und Kalkstein umfasste.

Am 19. Oktober 1997 wurde das Guggenheim-Museum Bilbao offiziell eröffnet. Die Eröffnung war ein großer Erfolg und zog sofort internationale Aufmerksamkeit auf sich. Das Gebäude wurde für seine futuristische Architektur gelobt, die als Meisterwerk des Dekonstruktivismus gilt.

Das Guggenheim-Museum hatte eine tiefgreifende Wirkung auf die Stadt Bilbao und wird oft als Beispiel für den sogenannten “Bilbao-Effekt” angeführt – eine Stadtentwicklungsstrategie, bei der ikonische Kulturgebäude zur wirtschaftlichen und kulturellen Belebung beitragen. Seit der Eröffnung des Museums haben sich die Besucherzahlen stark erhöht, und die Stadt hat sich zu einem wichtigen touristischen Ziel entwickelt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Museums waren enorm. Es trug zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei, förderte Investitionen in die Infrastruktur und half, Bilbao als Kunst- und Kulturstadt neu zu positionieren. Hotels, Restaurants und andere Dienstleistungen erlebten einen deutlichen Anstieg der Nachfrage.

Das Guggenheim-Museum Bilbao zeigt Werke moderner und zeitgenössischer Kunst und hat regelmäßig Wechselausstellungen. Die Sammlung umfasst Werke von Künstlern wie Jeff Koons, Richard Serra und Anselm Kiefer. Eines der bekanntesten Werke ist Richard Serras monumentale Skulptur “The Matter of Time” (1994–2005). Das Museum wurde seit seiner Eröffnung mehrfach renoviert und erweitert, um den Anforderungen einer stetig wachsenden Besucherzahl gerecht zu werden. Dennoch bleibt das ursprüngliche Design von Frank Gehry das Herzstück und prägendes Merkmal des Museums.

Wir fahren direkt zum Museum und nutzen noch die letzte Stunde der Öffnungszeit, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Samstags und sonntags ist eintrittsfrei und dem entsprechend ist die Besucherzahl enorm hoch.

Die Vieldimensionalität der äußeren Konturen sowie die komplexen Formen im Inneren sind für den Besucher und waren sicherlich auch für die Künstler inspirierend bei der Betrachtung bzw. Herstellung ihrer Skulpturen.

Gleich nach der Eingangsschleuse erwartet uns im Erdgeschoß die Lichtinstallation „Split Second“ des Künstlers Anthony McCall , die sehr interessante Lichteffekte erzeugt.

Vom zweiten Stock hat man einen Panoramablick auf die im ersten Stock aufgestellte begehbare Skulptur „The Matter of Time“ von Richarda Serra. Es ist eine Dauerausstellung aus verwitterten Stahlblechen, deren Herstellung mit modernsten Technologien erfolgte.

Hier eine raumfühlende Skulptur, genannt „Tulips“ von Jeff Koons. Sie wirkt sehr zerbrechlich, ist ab aber aus poliertem Edelstahl gefertigt.

Diese Großinstallation „Rising Sea“ (800X1470 cm)ist eine Referenz bzw. soll an Sklavenverschiffung aus Afrika erinnern. Sie ist vom dem nigerianischem Künstler El Anatiusi (auch dort hergestellt, mit vielen Mitarbeiter in mehreren tausend Stunden Arbeit) und besteht aus aneinander genähten Schnapsflaschenverschlüssen, weil vielfach Sklaven mit importiertem Schnaps bezahlt wurden. Unten die Dörfer und Landschaften und obige Partie soll den Himmel symbolisieren.

Eine raumgreifende Wandbemalung vom Konzeptkünstler Sol Lewitt, die, aufgrund der verwendeten Maltechnik, dreidimensionale Effekte erzielt.

Der Sonnenaufgang am Abreisetag

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Santiago de Compostela

Weiter nach Norden: Santiago de Compostela

Auf dem Weg nach Norden darf eine Abstecher nach Santiago des Compostela nicht fehlen. Unbedingt wollen wir das Ziel aller Jakobswegpilger sehen. Deswegen zuerst eine Erklärung zur Entstehung des Jakobsweges.

Der Jakobsweg, auch Camino de Santiago genannt, ist eine der bekanntesten Pilgerstrecken der Welt und führt zum Grab des Apostels Jakobus im spanischen Santiago de Compostela. Seine Geschichte reicht über tausend Jahre zurück und hat sich im Laufe der Zeit stark weiterentwickelt.

Der Ursprung liegt Im 9. Jahrhundert; die Entstehung wird auf das Jahr 814 n. Chr. datiert, als das Grab des heiligen Jakobus in Galicien (Nordwestspanien) entdeckt wurde. Der Legende nach war Jakobus einer der Apostel Jesu, der das Christentum nach Spanien brachte und später in Jerusalem enthauptet wurde. Seine Gebeine sollen dann auf wundersame Weise nach Spanien gebracht worden sein. Im 11.-13. Jahrhundert erlebte im Mittelalter eine große Blütezeit und entwickelte sich zu einem der drei wichtigsten christlichen Pilgerziele, neben Rom und Jerusalem. Pilger aus ganz Europa machten sich auf den Weg, um ihre Sünden zu büßen, Dank zu zeigen oder um Heilung zu bitten. Zahlreiche Pilgerwege führten aus verschiedenen Regionen Europas nach Santiago de Compostela, und entlang der Routen entstanden viele Kirchen, Hospize und Brücken.

Später im 14.-16. Jahrhundert ging die Zahl der Pilger durch Kriege, Seuchen (wie die Pest) und die Reformation stark zurück und geriet im 17.-19. Jahrhundert zunehmend in Vergessenheit, erlebte jedoch ein Comeback, als in den 1980er Jahren vor allem der Spanier Elías Valiña und andere Enthusiasten begannen, den Weg neu zu markieren und zu bewerben. 1993 wurde er dann offiziell als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt, was zu einem starken Anstieg der Pilgerzahlen führte.

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Heute ist der Jakobsweg ein spiritueller und kultureller Pilgerweg, nicht nur für Christen, sondern auch für Menschen aller Glaubensrichtungen und Hintergründe attraktiv. Viele Menschen sehen den Weg als eine spirituelle Reise, eine Möglichkeit zur Selbstfindung oder als sportliche Herausforderung.

Ziel aller Pilger: Die Kathedrale vom Santiago de Compostela, die Grabeskirche des Heiligen Jakobus.

Aufgrund des Wetters haben wir nur zu Fuß die Innenstadt besucht. Auf dem Vorplatz waren nur wenige Pilger zu sehen, aber viele Touristen die Stadt und die Grabeskirche besuchten.

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Porto

Der Besuch in Porto

Wir verabschieden uns im Regen aus Lissabon und fahren durch eine abwechslungsreiche hügelige Landschaft Richtung Norden. Wenn die Autobahngebühren und die wiederkehrenden Weinberge nicht wären, könnte man meinen, wir fahren durchs Sauerland. Nach 3 Stunden erreichen wir den Campingplatz Orbitur Candelino knapp 20 km vor Porto, direkt am Meer gelegen und in Sichtweite der Douro – Mündung. Leider im Regen. Nach einer Stunde endet der Regen und wir spazieren am Meer entlang zum Einkaufen.

Am 2. Tag ist ein langer Besuch in Porto vorgesehen und wir hoffen, dass das Wetter mitspielt. Porto, die zweitgrößte Stadt Portugals, ist eine historische und charmante Stadt im Norden des Landes, bekannt für ihre Altstadt, den Portwein und ihre malerische Lage am Douro-Fluss. Die Stadt bietet einige Highligts, die wir besuchen.

Die Altstadt von Porto, Ribeira, ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und bekannt für ihre engen Gassen, bunten Häuser und mittelalterlichen Gebäude. Sie liegt direkt am Ufer des Douro und bietet einen herrlichen Blick auf die Brücken und den Fluss.

Diese ikonische Eisenbrücke verbindet Porto mit Vila Nova de Gaia und wurde von einem Schüler Gustave Eiffels entworfen. Die Brücke hat zwei Ebenen: eine für Fußgänger und Straßenverkehr und die andere für die Stadtbahn.

Die Barockkirche und ihr 76 Meter hoher Glockenturm sind eines der bekanntesten Wahrzeichen Portos. Der Aufstieg auf den Turm bietet eine atemberaubende Aussicht über die Stadt.

Die Buchhandlung Lello gilt als eine der schönsten der Welt, mit ihrer prächtigen Holztreppe und den kunstvollen Verzierungen. Sie diente als Inspiration für die “Harry Potter”-Bücher, da J.K. Rowling eine Zeit lang in Porto lebte.

Der historische Bahnhof von Porto ist berühmt für seine Innenwände, die mit rund 20.000 handgemalten Kacheln (Azulejos) bedeckt sind, die die Geschichte Portugals erzählen.

…und zu letzt darf das Portwein – Tasting nicht fehlen. Wir nutzen eine der vielen Möglichkeiten und genießen 5 verschiedene Sorten: Ruby, Tawany, Rose, White und Dry White von drei verschiedenen Herstellern.

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Lissabon

Kurzaufenthalt in Lissabon

Auf dem Weg nach Norden stoppen wir für 2 Nächte in Lissabon und erreichen den Innenstadt – Campingplatz nach ca. 3 Stunden Fahrzeit. Bei der Einfahrt nach Lissabon überqueren wir den Tejo über diese gigantische Brücke, die mich bei der Überfahrt als auch beim Spaziergang am Tejo entlang (Esplanda) an die Golden Gate – Bridge erinnert.

Am Nachmittag fahre ich mit dem Bus in die Stadt (Linie 714) und steige am Beginn der Esplanada aus, um über die Uferpromenade in die Innenstadt zu schlendern. Von dort aus beeindruckt die Brücke noch stärker. Der weitere Weg führt vorbei an den umgebauten Lagerhäusern, die heute viele schicke kleine und größere Restaurants und Café‘s beheimaten und zum Verweilen einladen.

Beim weiteren Weg durch die Innenstadt treffe ich auf einige architektonische Highligts, die zeigen, dass Lissabon stark modernisiert wird.

Aber auch „Älteres“ wird wieder belebt: In einer alten Fabrikumgebung ist eine Event – Location entstanden, die LX – Factory, für „hippe“ Lokale und kleine ausgefallene Mode- und Accessoire – Geschäfte. (Must – GO)

Aber auch bekannte und historische Momente dürfen nicht fehlen:

Der vordere Teil des 2016 eröffneten Museums für Kunst, Architektur und Technik

Zum Abschluss noch ein kurzer Abriß der Geschichte Lissabons, der Hauptstadt Portugals:

  • Lissabon ist eine der ältesten Städte Europas, deren Ursprünge auf über 3.000 Jahre zurückgehen. Die Stadt wurde vermutlich von den Phöniziern gegründet, die sich an der Mündung des Tejo niederließen. Später kamen die Griechen und Karthager, bevor die Stadt um 205 v. Chr. von den Römern erobert wurde, die sie “Olisipo” nannten.
  • Römische und Westgotische Herrschaft: Während der Römerzeit entwickelte sich Lissabon zu einem wichtigen Handelszentrum mit einer gut ausgebauten Infrastruktur, einschließlich Straßen und Aquädukten. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches geriet die Stadt unter westgotische Herrschaft, bis sie im 8. Jahrhundert von den Mauren erobert wurde.
  • Maurische Zeit (8. bis 12. Jahrhundert: Die Mauren prägten die Stadt stark, führten neue architektonische Stile und landwirtschaftliche Techniken ein und bauten Befestigungen wie die Burg São Jorge. Sie nannten die Stadt “al-Ushbuna”. Viele maurische Einflüsse sind noch heute in der Architektur und der Kultur der Stadt spürbar.
  • Christliche Rückeroberung (Reconquista): 1147 eroberte der erste portugiesische König, Afonso I., Lissabon im Rahmen der Reconquista mit Hilfe von Kreuzfahrern zurück. Die Stadt wurde anschließend zum Sitz der portugiesischen Monarchie und begann, ihre Bedeutung als Zentrum für Handel und Kultur zu festigen.
  • Zeitalter der Entdeckungen (15. und 16. Jahrhundert): Lissabon erlebte einen enormen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung während des “Zeitalters der Entdeckungen”. Ab dem 15. Jahrhundert wurden zahlreiche Entdeckungsreisen von hier aus gestartet, darunter Vasco da Gamas Entdeckung des Seewegs nach Indien. Lissabon wurde zum wichtigsten Handelszentrum Europas für exotische Waren wie Gewürze, Seide und Edelmetalle.
  • Das Erdbeben von 1755: Am 1. November 1755 wurde Lissabon von einem verheerenden Erdbeben, gefolgt von einem Tsunami und Bränden, fast vollständig zerstört. Das Ereignis prägte die Stadt nachhaltig. Unter der Leitung des Marquês de Pombal wurde die Stadt im neoklassizistischen Stil wieder aufgebaut, mit einem neuen städtebaulichen Plan, der breite Straßen und erdbebensichere Gebäude umfasste.
  • 19. und 20. Jahrhundert: Im 19. Jahrhundert erlebte Lissabon Phasen politischer Instabilität, einschließlich der napoleonischen Invasionen und der Ausrufung der Ersten Portugiesischen Republik im Jahr 1910, die zur Abschaffung der Monarchie führte. Während des 20. Jahrhunderts geriet Portugal unter die autoritäre Salazar-Diktatur, die bis zur Nelkenrevolution von 1974 andauerte. Diese Revolution führte zur Demokratisierung des Landes und beeinflusste auch die Entwicklung Lissabons.
  • Moderne Zeit:In den letzten Jahrzehnten hat Lissabon eine starke kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung durchlaufen. Die Stadt wurde 1998 Gastgeber der Weltausstellung (Expo ’98), was zur Modernisierung vieler Infrastrukturen und zur Entwicklung neuer Stadtviertel führte, wie dem Parque das Nações. Heute ist Lissabon eine lebendige Metropole, die Geschichte, Kultur und moderne Annehmlichkeiten vereint.
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Albufeira

Weiter gehts nach Westen – Albufeira

Nach dem Besuch von Gibraltar entsteht spontan die Idee nicht nach Marbella zu fahren, sondern die Route über die Westküste der iberischen Halbinsel Richtung Norden einzuschlagen und mit einem längeren Stop an der Algarve zu starten. Wir suchen uns einen Stellplatz 10 km vor Albufereia heraus und landen auf dem Algarve Motorhome Stellplatz. Wie sich herausstellt, kommen wir noch gerade rechtzeitig an, weil unmittelbar nach unserer Anmeldung der Platz wegen Überfüllung für den Tag geschlossen wird. Obwohl nur ein Stellplatz, stellt sich die Entscheidung als Glücksfall heraus: großzügige Plätze, alle Versorgungseinrichtungen und WLAN am Platz vorhanden und eine einmalige Lage; nur 400 m von einer wunderbaren Steilküste und einem langen Sandstrand entfernt. Einfach S U P E R.

An den beiden ersten 2 Tagen haben wir den Strand und die Steilküsten mit langen Spaziergängen sowohl am Strand als auch über einen Klippenweg genoßen, wie die Bilder zeigen, bei herrlichem Wetter mit schönstem Sonnenschein und blauem Himmel.

Ein kurzer Überblick über die Geschichte Albufeira’s: Sie ist eine beliebte Küstenstadt an der Algarve, die einst auch stark von der römischen und maurischen Vergangenheit geprägt wurde.

  • Die Ursprünge Albufeiras reichen bis in die Antike zurück, als Phönizier und Römer die Region besiedelten. Die Römer nannten den Ort “Baltum” und bauten Straßen, Brücken und Aquädukte, von denen einige Überreste noch heute erhalten sind.
  • Im 8. Jahrhundert wurde Albufeira von den Mauren erobert, die der Stadt den Namen “Al-Buhera” gaben, was “Lagune” oder “Meer” bedeutet. Die maurische Herrschaft prägte die Architektur und Kultur der Stadt, einschließlich des Baus von Befestigungsanlagen und der engen gewundenen Straßen in der Altstadt.
  • Im 13. Jahrhundert, während der christlichen Reconquista, wurde Albufeira von den portugiesischen Truppen zurückerobert. Danach verlor die Stadt an Bedeutung, blieb aber ein Fischerort und landwirtschaftliches Zentrum.
  • Das verheerende Erdbeben von 1755, das weite Teile Portugals zerstörte, richtete auch in Albufeira erheblichen Schaden an. Die Stadt wurde teilweise wieder aufgebaut, doch viele historische Bauwerke gingen verloren.
  • Ab den 1960er Jahren entwickelte sich Albufeira von einem ruhigen Fischerort zu einem der beliebtesten Reiseziele der Algarve. Der Tourismus wurde zur Hauptwirtschaftsquelle, was die Stadt modernisierte, aber auch viele ihrer traditionellen Merkmale veränderte.

Auch wenn sich das Stadtbild sehr stark verändert hat, findet man jedoch immer wieder traditionell gestaltete gekachelte Hauseingänge oder zu mindest Hausnummern aus Fliesen gestaltet oder ein Fliesenemblem am Hauseingang. Die folgenden neugestalten Kachelwandbilder findet man an der Uferpromenade und zeigen die alte und neue Welt in Albufeira.

Stellplatz Algarve Mobilhome Park Falesia, sehr freundliches Personal, gute Sanitäranlagen, bedingt gute Verkehrsanbindung, (lange Fahrt nach Albufeira mit dem Bus, aber eine Taxifahrt ist kaum teuerer), phantastische Lage am Meer im Pinienwald, WLAN am Stellplatz, 09.-14.10.24, stark frequentiert,

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Gibraltar

Ein Abstecher nach Gibraltar

Bei einer Rundreise durch Südapanien darf der Besuch der englischen Enklave auf der iberischen Halbinsel nicht fehlen. Wir fahren rund 190 km Richtung Süden und bleiben 2 Nächte auf dem kleinen, aber gut geführten Campingplatz Sureuropa, in La Linea. Gibraltar ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen und so unternehmen wir eine Radtour und umrunden dabei die gesamte Halbinsel mit dem Felsen in der Mitte. Die gesamte Tour ist durchaus anstrengend mit Tunnel und Steigungen sowie teilweise auch gefährlich, weil Fahrradwege Mangelware sind. Zudem ist die Halbinsel so stark bebaut, so dass sie m.E. für mich nicht wohnenswert erscheint. Die einzige Ausnahme ist die Mainstreet; mit vielen kleinen Geschäften und einigen Restaurants lädt sie zum Verweilen ein. Dort essen wir die beliebten Fish&chips und begeben uns dann auf den Rückweg.

Campingplatz Sureuropa in La Linea, sehr freundliches Personal, ältere, aber saubere Sanitäranlagen, Gibraltar mit dem Fahrrad gut zu erreichen, kein WLAN am Stellplatz, 07.-09.10.24, stark frequentiert,

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